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Freitag, 21. Dezember 2018

Big Data Bullshit

Vorweg: Ich bin großer Big Data und Data Science Fan! Es wird nur leider so oft so falsch verwendet und (nicht) verstanden. 😲 Und ich nehme das jetzt auch mal repräsentativ für alle Begriffe die damit in Verbindung gebracht werden: Machine Learning, Deep Learning, Artificial Intelligence, Business Intelligence, Data Science, Data Analytics, etc. Und das artet m.E. tatsächlich zu einer Art "Bullshit Bingo" aus. Und Nein (!), das ist wirklich nicht alles das Gleiche. 👿😱😂

Ich zitiere an der Stelle sehr gerne und sehr passend Dan Ariely:

"Big Data is like teenage sex,
everyone talks about ist,
nobody really knows how to do it, 
everyone thinks everyone else is doing it,
so everyone claims they are doing it."

Hier ein passender Dilbert:

 Aber gut ist es ja, dass es irgendwie "the sexiest job of the 21th century" ist. 😉

 Hier noch ein ganz witziges Video passend zum Gesamtkontext "Analytics" und das ja vielleicht auch basierend auf Big Data: 





Die Education, was Big Data und der andere Kram jetzt wirklich sind, lasse ich an der Stelle weg. Das ist hier ja kein "seriöser" Blog. 😂😂😂

Freitag, 28. Oktober 2016

Karthago muss zerstört werden

Ceterum censeo Carthaginem esse delendam
(lateinischfür: „Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss“)

In Anlehnung an den historischen Ausspruch spricht man heute von einem Ceterum censeo, wenn eine Forderung beharrlich wiederholt wird.

Im positiven Sinn kann man auch sagen: "Steter Tropfen höhlt den Stein" oder "Redundanz schafft Klarheit". Beides grundsätzlich richtig. Um Überzeugungsarbeit im positivem Sinne zu leisten muss man kontinuierlich "dran" bleiben. "Hammer your message" ist noch so ein (Bullshit-)Satz in dem Zusmmenhang.

Bedenklich wird es m.E. halt dann, wenn es um (bewusst) falsche oder zumindest inhaltlich/ logisch fragwürdige oder diskutable Behauptungen geht die jemand aufgrund eines rein persönlichen (narzisstischen) Interesses, zu seinem Vorteil, in den Raum stellt. Oft unterstrichen noch mit dem Satz: "Wir sind uns hier im Raum ja alle einig, dass...".

Das Problem dabei ist, dass man da "dagegen" halten muss, wenn man anderer Meinung ist. Das wissenschaftliche Prinzip der Falsifikation wird quasi umgedreht. Nicht derjenige der etwas behauptet muss seine Behauptung (These) beweisen, sondern man muss das Gegenteil beweisen.
Kurzer Exkurs: Bestes Beispiel hierfür sind (eigentlich alle) Religionen: Niemand hat bisher bewiesen dass es Gott/ Götter gibt, aber stellt man die Frage nach dem Beweis, kommt immer die Gegenaussage "man könne ja auch nicht beweisen, dass es ihn nicht gibt". Aber: Man muss nicht eine Nicht-Existenz beweisen, sondern der der etwas behauptet muss es beweisen. So lange es nicht bewiesen ist, ist es nicht wahr. Aber das ist ein Thema für einen anderen Blog.

Was ich damit sagen möchte ist, dass diese Behauptungen im Sinne von "Karthago muss zerstört werden" äußerst gefährlich sind, da sie zumeist nur mit rhetorischem Geschick und viel emotionaler Kontrolle wieder aus dem Aussagenraum raus zu löschen sind. Insbesondere wenn sie aus einer Machtposition und/ oder gestützt von Hierarchie, getätigt werden.
Leider lassen sich viele (Top-)Manager von solchen Aussagen beeinflussen, weil sie gar nicht den Anspruch haben alles inhaltlich richtig zu hinterfragen, sondern viel mehr das Spiel rein auf der Beziehungsebene spielen und den Konflikt mit ihrem "Buddy" vermeiden wollen. Eine Hand wäscht die Andere.

Man muss Dinge = Behauptungen also offensichtlich einfach nur oft genug sagen. Dann glauben das nicht nur "Alle", sondernman bekommt auch noch recht.

OMG... sind wir Menschen wirklich so einfach gestrickt?

Haltet dagegen! Lasst euch nicht tot labern und stimmt nicht zu, nur weil es jemand ständig wiederholt. Es wird nicht richtiger, je häufiger es jemand sagt.

Gutes Zitat passen dazu:
"Ich bin kein Freund von Kompromissen, aber ich lass mich gerne von guten Argumente überzeugen"
[Louis van Gaal, als Trainer des FC Bayern München]

Fordert Argumente. Keine Behauptungen. Aber denkt immer daran: "choose your battles". :-P

Genaue Beschreibung des Kartago-Ausspruchs siehe: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ceterum_censeo_Carthaginem_esse_delendam


[Umfassende Überarbeitung am 30.10.2016]

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Ich möchte so etwas nicht mehr lesen

So, nehmen wir mal an, Mitarbeiter stellen ein großes Problem fest. Damit meine ich ein wirklich großes Problem vor Kunde. Bspw ein möglicher technischer Defekt der für den Kunden vielleicht zur Gefahr werden könnte.

Wie sollte ein guter Mitarbeiter reagieren? Natürlich: melden.

Doch was passiert dann? Die Meldung geht seinen Weg. Vom Mitarbeiter zu seiner Führungskraft vor Ort, dann in die Zentrale/ Verwaltung, dann dort von den Fachabteilungen zum unteren Management und über das mittlere zum (vermeintlich) oberen Management. Dazwischen werden Lieferanten und Hersteller informiert und erste Problemlösungen eruiert und Ursachen analysiert.

Und man könnte meinen, dass sich alle auf dem Weg zur Lösung dem Problem pflichtbewusst annehmen und dankbar für das Feedback sind. Alle, na ja, zumindest fast alle... So lange bis das Problem bei Verantwortlichen "Top-Manager" angekommen ist, der dann natürlich in seiner Unfehlbarkeit die unverschämte Behauptung des angeblichen technischen Defektes, Macht seines Amtes und seiner sakrosankten Weisheit, als nicht möglich tituliert und das Thema mit dem Satz beendet:

"Ich möchte so etwas nicht mehr lesen."

... Natürlich verbunden mit einer Forderung an die Top-Führungskraft des Mitarbeiters das "auch bitte sicherzustellen".
Btw: Also nicht das der technische Defekt behoben wird, sondern das so was nicht mehr geschrieben wird. Lösung: Kill the problem.

Wir gut, dass wir (noch) Mitarbeiter haben, die sich Gedanken über das Wohl des Kunden und der eigenen Firma machen und rechtzeitig "Feuer" schreien, wenn es brennt... Man kann natürlich aber auch warten bis der Laden abgebrannt ist... Stimmt, eigentlich logisch, denn dann hat ja auch der Mitarbeiter das Problem, weil er sich ja nicht (!) gemeldet hat.

Kann man so machen...
VW lässt grüßen.

Man könnte natürlich aber auch einfach Danke sagen für das pflichtbewusste Handeln, die proaktive Information und das Kümmern. Und dankbar sein, wenn es sich am Ende als Fehlalarm herausgestellt hat. Ginge theoretisch auch... Aber vermutlich nur theoretisch.

OMG. :-(

Donnerstag, 15. September 2016

Bullshitjob - Hofnarren des Kapitalismus

Hofnarren des Kapitalismus. Einfach eine wunderbare Formulierung. Danke für diesen Impuls.

Die beiden folgenden Sätze aus dem Artikel beschreiben aus meiner Sicht das was gesagt werden muss am besten:

"Sie wird ersetzt durch gesellschaftlich sinnlose Arbeit, so erkennbar hirnrissig, dass die Arbeitenden unmöglich selbst noch an sie glauben können."

"Die größten Arbeitssurrogate sind die, die eine Identifikation mit den Reichen und Mächtigen befördern. Es sind die Jobs der Unternehmensberater, der Fachanwälte für Gesellschaftsrecht, der Marketingspezialisten, der promovierten Finanzjongleure. Die Bullshitjobber sind die Hofnarren des Kapitalismus."

Mal unabhängig von der gesellschaftlichen Relevanz. Schauen wir mal nur auf den Mikrokosmos oder Pralleluniversum, den Maßstab überlasse ich euch, eines Unternehmens. Welchen Impact auf die Weiterentwicklung des Unternehmens oder die Generierung von tatsächlichem Mehrwert haben den viele Tätigkeiten oder gar ganze Jobs? Vielleicht ist der Job des Compliance Officers für ein Unternehmen mit Blick auf Datenschutz richtig, aber man muss genau drauf schauen was getan wird. Natürlich brauchen wir ein Gremium das sich mit der Freigabe von IT-Geldern beschäftigt. Wir müssen uns auch in Meetings treffen und abstimmen. Und man braucht auch mal eine Telko. Und je größer ein Unternehmen wird, desto mehr steigen die Administrationsaufgaben (vermutlich exponentiell zum Umsatz).
Problematisch und zum Bullshitjob wird es aber, wenn die Aufgaben, rational gesehen, > 50% an Selbstadimistration, Rechtertigungsaufgaben, rückwärtsgewandten Analysen und Schuldzuweisungen oder -abweisungen, übersteigt. Wenn ich den ganzen Tag nur damit beschäftigt bin Formulare auszufüllen, damit irgendjemand sagen kann er hat in irgendeinem Prozess irgendwo einen Harken. Wenn wir 8 h PPT malen, um Dinge zu erklären die man in 15 min auf der Tonspur hätte erklären oder mit gesundem Menschenverstand beantworten können. Wenn wir uns in Meetings setzen und sich keiner zuhört, weil alle in der Zeit ihr Mails beantworten (müssen), weil das sonst nicht schaffbar ist. Wenn wir Emotionen und Behauptungen anderer Bereiche - die keine Ahnung von unseren Job haben -  widerlegen müssen, anstatt uns mit der Optimierung und Weiterentwicklung unserer eigentlichen Aufgaben zu beschäftigen. Das ist alles tote Zeit, die nichts produziert.

Und da hab ich die Frage nach der gesellschaftlichen Relevanz tatsächlich noch überhaupt nicht beantwortet, sondern ja bewusst ausgeklammert.

Ich sag nicht, dass alle Unternehmensberater unnötig sind. Wenn sie einen Mehrwert liefern, bspw aufgrund von Expertise die im Unternehmen selbst nicht abgedeckt werden. Wenn wir aber Unternehmensberater engagieren die nur dazu da sind Entscheidungen oder Machtpositionen zu rechtfertigen, dann wird es zur reinen Selbstbeschäftigung, Nein, Selbstbefriedigung. Dann sind wir wieder beim Narzissmus und der Opportunität als "Fähnchen im Wind".

Und dann bin ich wieder beim zweiten Satz (s.o.): Jobs/ Tätigkeiten die die Identifikation mit den Reichen und Mächtigen befördern. Nicht nur Hofnarren des Kapitalismus, eher Sklaven der eigenen Unfreiheit, der eigenen kleinen Persönlichkeit und dem eigenen Mangel an Werten.

Es muss nicht jeder Brunnen bauen in Afrika. Aber lasst uns aufhören mit der rückwärtsgewandten und politischen Selbstbeschäftigung zur Befriedigung irgendwelcher Egos (im Zweifel der Eigenen). Das ist tote Zeit. Das ist Bullshit. Trefft Entscheidungen die dem Unternehmen (Parallel-Gesellschaft) weiterhelfen. Besser entscheiden, als nicht entscheiden. Machen! Einfach machen! Und lasst die Leute dabei auch Fehler machen. Lasst die Menschen selbst entscheiden. Als Führungskraft muss ich meinen Menschen das Warum erklären und beim Wie helfen. Das Was sollten sie selbst am besten können.
Und wer es dabei noch schafft sich selbst nicht zu ernst zu nehmen, jeden Tag versucht einen besseren Job zu machen als gestern und dabei Herausforderungen als Chance sieht und positiv damit umgeht (Lächeln!), dann ist jeder Job kein Bullshitjob, sondern sinnvoll (wenn auch vllt nur im Mikrokosmos). Fragt euch jeden Tag, wenn das mein Laden wäre "what's in for me".

Oder wir fangen alle an in Afrika Brunnen zu bohren. Das wäre auch nicht schlimm. ;-)

Hier der Link zum Artikel auf Zeit-Online:
http://www.zeit.de/karriere/beruf/2016-08/david-graeber-berufe-bullshitjobs-unternehmensberater/komplettansicht

btw: Im Mittelteil wird es etwas dünn in der Argumentation. Aber die Grundaussage bleibt die gleiche. ;-) 

#Bullshitjobs #Businesskasper

Mittwoch, 13. Juli 2016

BWL - Justus aka Pulli über der Schulter

Ich glaub den kenn ich... Ach ne, mit Hemd + Pulli über der Schulter sehen die BWLer ja alle gleich aus. #justus #pulliüberschulter #ganzoben



Btw: Bei Pulli über der Schulter fällt mir auch immer der Kollege Alexander Marcus ein. Yes! Florida Lady. :-)
#AlexanderMarcus #Papaya #heiß


So, eure Armut kotzt mich an.
Hoch die Champagner-Gläser.
Cheers

Mittwoch, 11. Mai 2016

No Shit Evangelist

Mir fallen da spontan noch einige mehr ein...
# Dr. Exzorzismus
# Master of Desaster
# Chef Kindergärnter
# Abteilungsleiter des Schreckens
# Business Partner of Nothing



http://www.manager-magazin.de/fotostrecke/karriere-acht-bombastische-jobtitel-fuer-jede-visitenkarte-fotostrecke-137046.html

Vielleicht hat der ein oder andere Lust in den Kommentaren zu ergänzen. Feel free. ;-)

Freitag, 8. April 2016

BlaBlaMeter

Schlanke Seite. Beschränkt sich auf das nötigste. Aber witzige Idee.

BlaBlaMeter - wie viel Bullshit steckt in Ihrem Text?
http://www.blablameter.de/

have fun

Dienstag, 5. April 2016

Sprechen Sie Bullshit?

Manager-Phrasen
Wenn du nicht weißt, was du sagen sollst, sag es auf Englisch. In vielen Büros ist Marketing-Blabla voller sinnloser Anglizismen erste Amtssprache. Trainieren Sie Ihre Hohlsprech-Skills - mit dem Bullshit-O-Maten.

http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/bullshit-phrasen-im-buero-manager-sprech-ueben-mit-bullshit-o-mat-a-1004202.html



Freitag, 18. März 2016

Zeitdruck führt zu Scheiße

Ich bin am überlegen, ob ich das Video nicht auch mal meinem Chef, der tendenziell eher aktionistisch, hektisch und adhoc geprägt ist, schicke. "Wir fahren auf Sicht", ist da ne beliebte Aussage. Das ist zwar Business und nicht Agentur, aber die Aussage bleibt ja die gleiche. Das gilt für jede komplexe Aufgabe bei der man mal etwas nachdenken muss. Wobei "denken" bei vielen (BWLern) in Unternehmen ja eher ein Fremdwort ist. Man könnte auch meinen Management geht nur mit Stress. Aber wollten wir nicht auch mehr Leadership als Management. Hmmm... Wie ist das eigentlich mit der Korrelation und Kausalität. War man zuerst Manager und hat dann alle gestresst oder muss man ein (aktionistischer) Stresser sein, um Manager zu werden. Und Führung das machen dann die die Zeit zum Nachdenken haben. Aber zurück zum Thema: Am besten sind die Sachen ja eh immer gestern fertig. So wichtige Gremientermine, Aufsichtsratssitzungen und Deadlines und so fallen ja auch immer vom Himmel... Hoppla, na ist denn heut' schon Weihnachten.

Langsam, es eilt!

http://www.schleckysilberstein.com/2016/03/zeitdruck-fuhrt-zu-scheise-ein-wichtiges-erklarvideo/


Witziger weise hat Gunter Dueck (#wilddueck) just heute auf seinem Blog einen Text fast zum gleichen Thema veröffentlicht. Mal wieder, eigentlich wie immer, sehr lesenswert:
http://www.omnisophie.com/dd261-mehr-ruhe-oder-mehr-stress-ueber-eine-wurzel-des-derzeitigen-irrsinns-maerz-2016/

Also, gebt Gas!
Wer bremst verliert. ;-)

Montag, 11. Januar 2016

NDA

Achtung, geheim, nur intern und streng vertraulich. Ohhhh... Schon Angst. Sollten ihr haben. Oder habt ihr einen NDA unterschrieben? Nein, dann bitte die Seite JETZT verlassen. Kleiner Scherz. ;-)

Kennt ihr das aus euren Unternehmen auch? Geheim-Projekte auch "NDA-Projekte" genannt.

Schauen wir mal, was Wikipedia sagt:
"Ein Geheimhaltungsvertrag, auch Geheimhaltungserklärung, Geheimhaltungsvereinbarung, Vertraulichkeitsvereinbarung, Verschwiegenheitsvereinbarung, NDA (Abkürzung für englisch non-disclosure agreement) ... ist ein Vertrag, welcher das Stillschweigen über Verhandlungen, Verhandlungsergebnisse oder vertrauliche Unterlagen festschreibt. Der Verpflichtete stimmt zu, ihm zugänglich gemachte Informationen geheim zu halten. Anders als das Betriebsgeheimnis, welches gesetzlich verankert ist, besteht beim Geheimhaltungsvertrag Vertragsfreiheit."
Ah ha. Klingt plausibel und erstmal nicht nach "Bullshit". Kann ja grundsätzlich Sinn machen sehr geheime Themen noch zusätzlich durch einen NDA zu schützen. Wobei ich mich trotzdem frage, wozu man eigentlich einen Arbeitsvertrag hat. Da steht ja auch drin, dass man keine Firmengeheimnisse verraten darf. Und da Wasser immer seinen Weg weiß ich auch nicht, was ein NDA mehr bringen soll. Aber gut... Erstmal scheint es ne nette Idee zu sein.

Problematisch wird es, wenn sich ein kleiner elitärer Kreis meint dadurch geiler finden zu müssen, weil sie ja Teil der "NDA-Träger" sind. "Ich darf nicht drüber reden...". Was durchaus dazu führen kann, dann man das Gefühl bekommt, manche Projekte bekommen absichtlich einen NDA, damit sie wichtiger wirken. Vermutlich geht es aber weniger um die Geheimhaltung der Themen an sich, sondern viel mehr, dass der Projekt-Owner sich wichtiger fühlt, wenn eine Projekt ein NDA-Projekt ist. Jetzt ist die Frage, was zu erst da war: Die Geheimhaltungsnotwendigkeit des Themas oder das Ego des Projekt-Owners. Bei der inflationären Rate an NDA-Projekte und dem, im Nachhinein feststellbar, schwachen Inhalt, dann doch wohl eher zweiteres. "Willst du etwas gelten, mach dich selten". Also schön immer auf wichtig machen. Ououououou... Ein NDA-Projekt... Ich fang gleich an zu zittern. Aber der Projektleiter muss echt wichtig sein. Ob Gott bei der Erschaffung der Erde den Engeln einen NDA gegeben hat?

Ich hab mal versucht herauszufinden wer eigentlich bestimmen darf, was ein NDA Projekt ist und was nicht. Ob man da irgendwo bei Legal oder Compliance oder HR einen Antrag stellen muss. Ich könnte es nicht herausfinden. Keiner konnte mir das sagen. Hat offenbar aber auch noch nie jemand hinterfragt. Offenbar kann das jeder selbst bestimmen. Schnell nen Wisch geschrieben. Firmenlogo drauf, NDA, genannt und Zawuuussch... Los geht's.

Und dann wird es auch schon spannend. Wenn nämlich das "Geheim-Thema" seine Eigendynamik bekommt. Wenn dann tatsächlich der Deckname, ja ein Geheim Projekt braucht dann natürlich auch einen geheimen Decknamen, durch die Gänge des Unternehmens wandert. Das Projektteam vor lauter Angst Ohren und Nase abgeschnitten zu bekommen sich nicht traut darüber zu reden. Aber dann Hilfe von anderen Teams brauchen, um im Projekt was tun zu können. "Ich bräuchte von dir X für Projekt... Äähhh, darf ich dir nicht sagen... Ähhh, darf ich nicht erklären was genau... Ähhh schick mir mal einfach Y...". Und noch besser wird es dann, wenn die operativen Einheiten gar nicht oder erst so spät eingebunden werden, dass zwar das Projekt total knorke gelaufen ist, aber nicht rechtzeitig gelauncht werden kann, weil natürlich von denen die den Launch machen müssten keiner Bescheid wusste. Hmmm... Also die Geheimhaltung hat dann wenigsten funktioniert.

Apropos Deckname: Ich bin ebenfalls der Überzeugung, dass es ein Team geben muss, nein eine ganze Abteilung, nein was sag ich, ein ganzer Bereich, mit nur AT-Kräften, die sich den ganzen Tag die lustigen Geheim-Projekt-Namen ausdenken. Muss ja auch was her machen so ein NDA Thema. Ich nehm es vorweg... Auch das Team konnte ich noch nicht ausfindig machen. Ich vermute, aufgrund der großen Kreativität, dass das irgendwo im Marketing sein muss. Für irgendwas muss sich das Studium und der Invest in Tommy Hilfiger Klamotten ja gelohnt haben. Das und ganz viele Drogen vermutlich. Sonst kann ich mir die Namen nicht erklären: Save4, Hero, Rocky, Glückstaler, GoGo, Jerry Meguire, Bollywood, Bombay, Adam, Fair Share, NGTx, 1046, etc. pp. You name it.

Also liebes Marketing oder sonstige Selbstdarsteller oder Wahnsinnige: Konzentriert euch lieber mal auf den Inhalt, anstatt auf das Sammeln von NDA-Unterschriften. Heißt Luft wird durch einen fancy Decknamen und einer Geheimhaltungsvereinbarung nicht zu mehr als es ist: Nämlich (zu oft) einfach nur heiße Luft. Und selbst wenn es doch mal sooo wichtig sein sollte: Dann denkt bitte auch an die Menschen die wirklich arbeiten müssen und eure geheimen Geheimergebnisse dann noch !rechtzeitig! umsetzen müssen. Sonst kommt die Realismuskeule doch mal heftig und aus geheim wird zu spät.

Euer 007 Roger Sterling
(Merke gerade ein Pseudonym ist ja auch irgendwie ein geheimer Deckname... Ha Ha...)
Peace

Montag, 16. November 2015

Harry G über Unternehmensberater

Waren Sie auf der WHO oder in St. Gallen?
Wunderbar! Inhalt und Dialekt... Ich schmeiß mich weg... 24/7. Word!  :-))




Freitag, 13. November 2015

Pippi Langstrumpf Syndrom

2 x 3 macht 4 -
widdewiddewitt und 3 macht 9e !
Ich mach' mir die Welt - widdewidde wie sie mir gefällt ...
Hey - Pippi Langstrumpf hollahi-hollaho-holla-hopsasa
Hey - Pippi Langstrumpf - die macht, was ihr gefällt.

Na, also genau so läuft das doch auch manchmal in der Arbeitswelt. Wir machen uns die Welt, so wie sie uns gefällt. Da wird nicht nur jegliche Logik oder Rationalität ignoriert, Nein, manchmal ist selbst einfach Mathematik "relativ". Besser grob richtig, als detailliert falsch. Anders richtig halt. ;-)

3 x 3 macht 6 - widdewidde Wer will's von mir lernen ?
Alle groß und klein - trallalala lad' ich zu mir ein.


Dienstag, 20. Oktober 2015

Pinocchio doing a backstroke in Satan's septic tank.


We don't need a discoverable record of you describing our Marketing as
"Pinocchio doing a backstroke in Satan's septic tank."
Capitalism wihtout deniability is the same as poverty.
<Dilbert, 10-18-12>


Sonntag, 30. August 2015

You're the Expert!

Das sagt eigentlich Alles! Als Spezialist, Ingeniur und technicher Cosultant kenne ich diese Situation leider nur zu gut. Termine bei (potenziellen) Kunden mit dem Vertriebler oder einfach nur Meetings mit Kollegen aus Markteting/ Vertrieb... OMG.