Dazu fällt mir auch der Spruch ein: "Ein analoger Scheiß-Prozess, wird durch Digitalisierung ein digitaler Scheiß-Prozess". 😳
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Donnerstag, 20. Dezember 2018
Montag, 11. Dezember 2017
Sonntag, 29. Januar 2017
Alternative Fakten und postfaktisch im Management
Erstellt von:
Roger Sterling
Und endlich gibt es eine Formulierung für ein Verhalten, dass ich auch im Management seit langem beobachte, mir aber immer die einfache Beschreibung dafür gefehlt hat. Politik und Management sind ja auch irgendwie ähnlich.
Das ist das schöne an Sprache und Gesellschaft. Es entstehen immer wieder neue Begriffe und Phrasen. Im welcher Ausprägung auch immer. In dem Fall halt klarer Dünnpfiff, also Bullshit. Wenn es nicht so traurig wäre, dann könnte es eigentlich echt lustig sein.
Im Begriff der "Alternativen Fakten" spitzt sich im Grunde genau die Tatsache zu, dass es eigentlich überhaupt nicht um Fakten geht. Es geht am Ende bei einigen leider zum Großteil um Gefühle, um subjektives Empfinden, um Meinungen und Macht. Macht in dem Sinn, dass meine Meinung wichtiger ist und deshalb die Wahrheit. Die echte Wahrheit rückt in den Hintergrund und wird relativ = anders richtig = Alternative Fakten halt.
In der Konsequenz führt das aus meiner Sicht an vielen Stellen dazu, dass "Entscheider", auch in Überforderung ob der hohen Komplexität und mangels Vertrauen/ mangels Leadership (Empowerment), nicht faktenbasiert rational, sondern aufgrund persönlicher Empfindungen ("den mag ich"), Opportunitäten ("das passt gerade gut") und emotionalen Beziehungsgeflechten ("der ist wichtig für mich") entscheiden.
Das kann (zufällig) im Sinne des Unternehmens sein, muss es aber halt leider nicht. Das ist dann auch oft der Moment, wo Mitarbeiter Entscheidungen nicht mehr verstehen, nicht nachvollziehen können, weil das Nachvollziehen von Alternativen Fakten und insgeheimen Beziehungsgeflechten halt auch einfach nicht möglich ist.
Btw: zu Ehrenrettung, manchmal liegt es auch einfach nur an schlechter Kommunikation. Nicht alle Entscheidungen sind faktenfreie und falsch. Und wichtig ist ja, das min 51% der Entscheidungen richtig sind. ;-)
Aber, eins steht fest, so oder so, Alternative Fakten sind einfach Scheiße. Sonst nichts.
Das ist das schöne an Sprache und Gesellschaft. Es entstehen immer wieder neue Begriffe und Phrasen. Im welcher Ausprägung auch immer. In dem Fall halt klarer Dünnpfiff, also Bullshit. Wenn es nicht so traurig wäre, dann könnte es eigentlich echt lustig sein.
Nun gut, im täglichen Wahnsinn der Gremien und Meetings, beobachte ich ab und zu, dass mache Kollegen/ innen eine faktenfreie, aber mit vehementer Selbstsicherheit oder einer dramaturgischen Polemik formulierte Aussage in den Raum werfen die de facto nichts anders ist als eine Behauptung oder bewusste Falschaussage. Die dann meistens gefolgt mit einem verstärkenden Nachsatz wie bspw "das sind wir uns hier am Tisch ja wohl alle einig".
Natürlich hat jeder das Recht auf freie Meinungsäußerung. Wenn man aber keine Ahnung hat sollte man besser die Klappe halten. Aber darum es geht ja auch nicht um Ahnung = Fakten, sondern oft genug nur um die eigene Interessenverfolgung und Selbstdarstellung.
Natürlich hat jeder das Recht auf freie Meinungsäußerung. Wenn man aber keine Ahnung hat sollte man besser die Klappe halten. Aber darum es geht ja auch nicht um Ahnung = Fakten, sondern oft genug nur um die eigene Interessenverfolgung und Selbstdarstellung.
Im Begriff der "Alternativen Fakten" spitzt sich im Grunde genau die Tatsache zu, dass es eigentlich überhaupt nicht um Fakten geht. Es geht am Ende bei einigen leider zum Großteil um Gefühle, um subjektives Empfinden, um Meinungen und Macht. Macht in dem Sinn, dass meine Meinung wichtiger ist und deshalb die Wahrheit. Die echte Wahrheit rückt in den Hintergrund und wird relativ = anders richtig = Alternative Fakten halt.
In der Konsequenz führt das aus meiner Sicht an vielen Stellen dazu, dass "Entscheider", auch in Überforderung ob der hohen Komplexität und mangels Vertrauen/ mangels Leadership (Empowerment), nicht faktenbasiert rational, sondern aufgrund persönlicher Empfindungen ("den mag ich"), Opportunitäten ("das passt gerade gut") und emotionalen Beziehungsgeflechten ("der ist wichtig für mich") entscheiden.
Das kann (zufällig) im Sinne des Unternehmens sein, muss es aber halt leider nicht. Das ist dann auch oft der Moment, wo Mitarbeiter Entscheidungen nicht mehr verstehen, nicht nachvollziehen können, weil das Nachvollziehen von Alternativen Fakten und insgeheimen Beziehungsgeflechten halt auch einfach nicht möglich ist.
Btw: zu Ehrenrettung, manchmal liegt es auch einfach nur an schlechter Kommunikation. Nicht alle Entscheidungen sind faktenfreie und falsch. Und wichtig ist ja, das min 51% der Entscheidungen richtig sind. ;-)
Aber, eins steht fest, so oder so, Alternative Fakten sind einfach Scheiße. Sonst nichts.
Passend dazu ist ja auch der Begriff des "postfaktischen":
Wikipedia: "Postfaktische (Politik) ist ein (politisches) Denken und Handeln, bei dem Fakten nicht im Mittelpunkt stehen. (...) In einem postfaktischen Diskurs wird hingegen gelogen, abgelenkt oder verwässert, ohne dass dies entscheidende Relevanz für das Ziel(...) hätte. Entscheidend für die von postfaktischer Politik angesprochenen (...) ist, ob die angebotenen Erklärungsmodelle eine Nähe zu deren Gefühlswelt haben."
Sag ich doch. Alles nur ein "Wahrnehmungs-Game". Wer also der Top-Performer wahrgenommen werden will, der muss also gar nicht so viel tun, sondern einfach dabei dann immer schön Ja sagen und den brauen verbalen Haufen des Chefs als schönste Bratwurst "ever" bezeichnen. Dann bekommt man auch immer recht, selbst wenn man nicht recht hat. Weil ist ja einfach anders richtig und im Zweifel einfach nur, weil man so nett ist und es sich dann für den einfach gestrickten kleinen Geist gut anfühlt. Und ganz im Zweifel waren es halt Alternative Fakten. Die mächtigsten Diener sind die mit dem mächtigsten Herren. Also im schön opportun nah dran bleiben am Ar...
Die Erde ist eine Scheibe. Die Zahnfee existiert. Gott ist groß. Ihr seid die Besten. Das sind wir uns hier ja wohl alle einig! ;-)
Die Erde ist eine Scheibe. Die Zahnfee existiert. Gott ist groß. Ihr seid die Besten. Das sind wir uns hier ja wohl alle einig! ;-)
#KellyanneConway #alternativefakten #postfaktisch
Donnerstag, 15. September 2016
Bullshitjob - Hofnarren des Kapitalismus
Erstellt von:
Roger Sterling
Hofnarren des Kapitalismus. Einfach eine wunderbare Formulierung. Danke für diesen Impuls.
Die beiden folgenden Sätze aus dem Artikel beschreiben aus meiner Sicht das was gesagt werden muss am besten:
"Sie wird ersetzt durch gesellschaftlich sinnlose Arbeit, so erkennbar hirnrissig, dass die Arbeitenden unmöglich selbst noch an sie glauben können."
"Die größten Arbeitssurrogate sind die, die eine Identifikation mit den Reichen und Mächtigen befördern. Es sind die Jobs der Unternehmensberater, der Fachanwälte für Gesellschaftsrecht, der Marketingspezialisten, der promovierten Finanzjongleure. Die Bullshitjobber sind die Hofnarren des Kapitalismus."
Mal unabhängig von der gesellschaftlichen Relevanz. Schauen wir mal nur auf den Mikrokosmos oder Pralleluniversum, den Maßstab überlasse ich euch, eines Unternehmens. Welchen Impact auf die Weiterentwicklung des Unternehmens oder die Generierung von tatsächlichem Mehrwert haben den viele Tätigkeiten oder gar ganze Jobs? Vielleicht ist der Job des Compliance Officers für ein Unternehmen mit Blick auf Datenschutz richtig, aber man muss genau drauf schauen was getan wird. Natürlich brauchen wir ein Gremium das sich mit der Freigabe von IT-Geldern beschäftigt. Wir müssen uns auch in Meetings treffen und abstimmen. Und man braucht auch mal eine Telko. Und je größer ein Unternehmen wird, desto mehr steigen die Administrationsaufgaben (vermutlich exponentiell zum Umsatz).
Problematisch und zum Bullshitjob wird es aber, wenn die Aufgaben, rational gesehen, > 50% an Selbstadimistration, Rechtertigungsaufgaben, rückwärtsgewandten Analysen und Schuldzuweisungen oder -abweisungen, übersteigt. Wenn ich den ganzen Tag nur damit beschäftigt bin Formulare auszufüllen, damit irgendjemand sagen kann er hat in irgendeinem Prozess irgendwo einen Harken. Wenn wir 8 h PPT malen, um Dinge zu erklären die man in 15 min auf der Tonspur hätte erklären oder mit gesundem Menschenverstand beantworten können. Wenn wir uns in Meetings setzen und sich keiner zuhört, weil alle in der Zeit ihr Mails beantworten (müssen), weil das sonst nicht schaffbar ist. Wenn wir Emotionen und Behauptungen anderer Bereiche - die keine Ahnung von unseren Job haben - widerlegen müssen, anstatt uns mit der Optimierung und Weiterentwicklung unserer eigentlichen Aufgaben zu beschäftigen. Das ist alles tote Zeit, die nichts produziert.
Und da hab ich die Frage nach der gesellschaftlichen Relevanz tatsächlich noch überhaupt nicht beantwortet, sondern ja bewusst ausgeklammert.
Ich sag nicht, dass alle Unternehmensberater unnötig sind. Wenn sie einen Mehrwert liefern, bspw aufgrund von Expertise die im Unternehmen selbst nicht abgedeckt werden. Wenn wir aber Unternehmensberater engagieren die nur dazu da sind Entscheidungen oder Machtpositionen zu rechtfertigen, dann wird es zur reinen Selbstbeschäftigung, Nein, Selbstbefriedigung. Dann sind wir wieder beim Narzissmus und der Opportunität als "Fähnchen im Wind".
Und dann bin ich wieder beim zweiten Satz (s.o.): Jobs/ Tätigkeiten die die Identifikation mit den Reichen und Mächtigen befördern. Nicht nur Hofnarren des Kapitalismus, eher Sklaven der eigenen Unfreiheit, der eigenen kleinen Persönlichkeit und dem eigenen Mangel an Werten.
Es muss nicht jeder Brunnen bauen in Afrika. Aber lasst uns aufhören mit der rückwärtsgewandten und politischen Selbstbeschäftigung zur Befriedigung irgendwelcher Egos (im Zweifel der Eigenen). Das ist tote Zeit. Das ist Bullshit. Trefft Entscheidungen die dem Unternehmen (Parallel-Gesellschaft) weiterhelfen. Besser entscheiden, als nicht entscheiden. Machen! Einfach machen! Und lasst die Leute dabei auch Fehler machen. Lasst die Menschen selbst entscheiden. Als Führungskraft muss ich meinen Menschen das Warum erklären und beim Wie helfen. Das Was sollten sie selbst am besten können.
Und wer es dabei noch schafft sich selbst nicht zu ernst zu nehmen, jeden Tag versucht einen besseren Job zu machen als gestern und dabei Herausforderungen als Chance sieht und positiv damit umgeht (Lächeln!), dann ist jeder Job kein Bullshitjob, sondern sinnvoll (wenn auch vllt nur im Mikrokosmos). Fragt euch jeden Tag, wenn das mein Laden wäre "what's in for me".
Oder wir fangen alle an in Afrika Brunnen zu bohren. Das wäre auch nicht schlimm. ;-)
Hier der Link zum Artikel auf Zeit-Online:
http://www.zeit.de/karriere/beruf/2016-08/david-graeber-berufe-bullshitjobs-unternehmensberater/komplettansicht
btw: Im Mittelteil wird es etwas dünn in der Argumentation. Aber die Grundaussage bleibt die gleiche. ;-)
#Bullshitjobs #Businesskasper
Die beiden folgenden Sätze aus dem Artikel beschreiben aus meiner Sicht das was gesagt werden muss am besten:
"Sie wird ersetzt durch gesellschaftlich sinnlose Arbeit, so erkennbar hirnrissig, dass die Arbeitenden unmöglich selbst noch an sie glauben können."
"Die größten Arbeitssurrogate sind die, die eine Identifikation mit den Reichen und Mächtigen befördern. Es sind die Jobs der Unternehmensberater, der Fachanwälte für Gesellschaftsrecht, der Marketingspezialisten, der promovierten Finanzjongleure. Die Bullshitjobber sind die Hofnarren des Kapitalismus."
Mal unabhängig von der gesellschaftlichen Relevanz. Schauen wir mal nur auf den Mikrokosmos oder Pralleluniversum, den Maßstab überlasse ich euch, eines Unternehmens. Welchen Impact auf die Weiterentwicklung des Unternehmens oder die Generierung von tatsächlichem Mehrwert haben den viele Tätigkeiten oder gar ganze Jobs? Vielleicht ist der Job des Compliance Officers für ein Unternehmen mit Blick auf Datenschutz richtig, aber man muss genau drauf schauen was getan wird. Natürlich brauchen wir ein Gremium das sich mit der Freigabe von IT-Geldern beschäftigt. Wir müssen uns auch in Meetings treffen und abstimmen. Und man braucht auch mal eine Telko. Und je größer ein Unternehmen wird, desto mehr steigen die Administrationsaufgaben (vermutlich exponentiell zum Umsatz).
Problematisch und zum Bullshitjob wird es aber, wenn die Aufgaben, rational gesehen, > 50% an Selbstadimistration, Rechtertigungsaufgaben, rückwärtsgewandten Analysen und Schuldzuweisungen oder -abweisungen, übersteigt. Wenn ich den ganzen Tag nur damit beschäftigt bin Formulare auszufüllen, damit irgendjemand sagen kann er hat in irgendeinem Prozess irgendwo einen Harken. Wenn wir 8 h PPT malen, um Dinge zu erklären die man in 15 min auf der Tonspur hätte erklären oder mit gesundem Menschenverstand beantworten können. Wenn wir uns in Meetings setzen und sich keiner zuhört, weil alle in der Zeit ihr Mails beantworten (müssen), weil das sonst nicht schaffbar ist. Wenn wir Emotionen und Behauptungen anderer Bereiche - die keine Ahnung von unseren Job haben - widerlegen müssen, anstatt uns mit der Optimierung und Weiterentwicklung unserer eigentlichen Aufgaben zu beschäftigen. Das ist alles tote Zeit, die nichts produziert.
Und da hab ich die Frage nach der gesellschaftlichen Relevanz tatsächlich noch überhaupt nicht beantwortet, sondern ja bewusst ausgeklammert.
Ich sag nicht, dass alle Unternehmensberater unnötig sind. Wenn sie einen Mehrwert liefern, bspw aufgrund von Expertise die im Unternehmen selbst nicht abgedeckt werden. Wenn wir aber Unternehmensberater engagieren die nur dazu da sind Entscheidungen oder Machtpositionen zu rechtfertigen, dann wird es zur reinen Selbstbeschäftigung, Nein, Selbstbefriedigung. Dann sind wir wieder beim Narzissmus und der Opportunität als "Fähnchen im Wind".
Und dann bin ich wieder beim zweiten Satz (s.o.): Jobs/ Tätigkeiten die die Identifikation mit den Reichen und Mächtigen befördern. Nicht nur Hofnarren des Kapitalismus, eher Sklaven der eigenen Unfreiheit, der eigenen kleinen Persönlichkeit und dem eigenen Mangel an Werten.
Es muss nicht jeder Brunnen bauen in Afrika. Aber lasst uns aufhören mit der rückwärtsgewandten und politischen Selbstbeschäftigung zur Befriedigung irgendwelcher Egos (im Zweifel der Eigenen). Das ist tote Zeit. Das ist Bullshit. Trefft Entscheidungen die dem Unternehmen (Parallel-Gesellschaft) weiterhelfen. Besser entscheiden, als nicht entscheiden. Machen! Einfach machen! Und lasst die Leute dabei auch Fehler machen. Lasst die Menschen selbst entscheiden. Als Führungskraft muss ich meinen Menschen das Warum erklären und beim Wie helfen. Das Was sollten sie selbst am besten können.
Und wer es dabei noch schafft sich selbst nicht zu ernst zu nehmen, jeden Tag versucht einen besseren Job zu machen als gestern und dabei Herausforderungen als Chance sieht und positiv damit umgeht (Lächeln!), dann ist jeder Job kein Bullshitjob, sondern sinnvoll (wenn auch vllt nur im Mikrokosmos). Fragt euch jeden Tag, wenn das mein Laden wäre "what's in for me".
Oder wir fangen alle an in Afrika Brunnen zu bohren. Das wäre auch nicht schlimm. ;-)
Hier der Link zum Artikel auf Zeit-Online:
http://www.zeit.de/karriere/beruf/2016-08/david-graeber-berufe-bullshitjobs-unternehmensberater/komplettansicht
btw: Im Mittelteil wird es etwas dünn in der Argumentation. Aber die Grundaussage bleibt die gleiche. ;-)
#Bullshitjobs #Businesskasper
Samstag, 28. Mai 2016
Eingeweihte der Machtelite
Erstellt von:
Roger Sterling
Hier ein ganz interessanter Textauszug aus einem Artikel zu einem eigentlich "Business" fremden Thema (Religionskritik). Jedoch sind die Parallelen unverkennbar. Und wenn man bedenkt, dass die Kirche im Grunde mit Ihrer Institution das Thema (harte) Hierarchien in der "Führung eines Unternehmens" quasi vorbildlich vorlebt, dann macht das ganze auch irgendwie noch mehr Sinn.
Auszug hpd.de vom 25.05.16:
"BERLIN. (hpd) Wer Macht ausüben möchte, der benötigt eine überdurchschnittliche Intelligenz, die häufig auch dazu genutzt werden muss, die Massen nicht in alles einzuweihen. Damit jedoch intelligente Menschen, die dieses Spiel durchschauen, nicht aus dem Konsens des Für-Dumm-Verkaufens ausscheren, müssen sie zu Eingeweihten der Machtelite werden können, die als Erkennende das System unterstützen. Religionsbegründer bauen daher Intelligenztests in die Glaubensinhalte ein, die sich als Satiren erkennen lassen."
Auszug hpd.de vom 25.05.16:
"BERLIN. (hpd) Wer Macht ausüben möchte, der benötigt eine überdurchschnittliche Intelligenz, die häufig auch dazu genutzt werden muss, die Massen nicht in alles einzuweihen. Damit jedoch intelligente Menschen, die dieses Spiel durchschauen, nicht aus dem Konsens des Für-Dumm-Verkaufens ausscheren, müssen sie zu Eingeweihten der Machtelite werden können, die als Erkennende das System unterstützen. Religionsbegründer bauen daher Intelligenztests in die Glaubensinhalte ein, die sich als Satiren erkennen lassen."
Link zum Artikel: http://hpd.de/artikel/iq-test-christentum-13126
Also habe ihr die "geheimen" Spielregeln (in eurem Unternehmen) verstanden? Nur wer sie verstanden hat, kann sie für sich nutzen. Einzig ob man das Will, mit seinem Gewissen vereinbaren kann, muss jeder für sich selbst beantworten.
Also, frei nach Machiavelli: Die Aufgabe des Managers ist es, Macht auszuüben. Deshalb darf er seine Lust auf Macht nicht unterdrücken.
(Werner Schwanfelder: Überzeugend Führen mit Machiavelli; Kapitel 3, Seite 46; Sonderausgabe; 2007; Redline GmbH)
Los geht's! ;-)
Dienstag, 5. April 2016
Sprechen Sie Bullshit?
Erstellt von:
Roger Sterling
Manager-Phrasen
Wenn du nicht weißt, was du sagen sollst, sag es auf Englisch. In vielen Büros ist Marketing-Blabla voller sinnloser Anglizismen erste Amtssprache. Trainieren Sie Ihre Hohlsprech-Skills - mit dem Bullshit-O-Maten.
http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/bullshit-phrasen-im-buero-manager-sprech-ueben-mit-bullshit-o-mat-a-1004202.html
Wenn du nicht weißt, was du sagen sollst, sag es auf Englisch. In vielen Büros ist Marketing-Blabla voller sinnloser Anglizismen erste Amtssprache. Trainieren Sie Ihre Hohlsprech-Skills - mit dem Bullshit-O-Maten.
http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/bullshit-phrasen-im-buero-manager-sprech-ueben-mit-bullshit-o-mat-a-1004202.html
Mittwoch, 30. März 2016
Scheiss Stimmung
Erstellt von:
Roger Sterling
Kleine Ergänzung zu meinem Beitrag von gestern. Habe am Ende ja den Hinweis gemacht auf "Jeder ist auch selbst für die Kultur (mit)verantwortlich. Schiebt nicht immer alles auf die Führungskräfte."
An diesen legendären Wutausbruch von Uli Hoeneß muss ich dabei immer denken. Das lässt sich wunderbar auch immer mal wieder an Mitarbeiter oder Kollegen als kleinen, und vielleicht aber doch etwas ernst gemeinten, Hinweis auf die eigene Kultur und Stimmung, verschicken. ;-)
[Hier erstmal die Kurzversion]:
Und ich muss eins sagen: Da hat er ja grundsätzlich gar nicht so unrecht. Ja, der Fisch stinkt vom Kopf. Und in vielen Unternehmen ist die schlechte Kultur verursacht durch schlechte Führungskräfte. Ganz richtig. Denn die die die Macht haben können ihre Kultur, ihren Narzissmus oder einfach ihre veralteten Generation X Ansichten natürlich recht einfach einfordern oder wie man so schön sagt "erwarten".
Aber (!), nichtsdestotrotz kann jeder in seinem kleinen Verantwortungsbereich und jeder für sich im Kleinen, anfangen diese Welt, diese Kultur zu ändern. Und zwar in dem er/ sie es selbst vorlebt und anfängt von unten eine Kultur zu prägen. Ich geb zu, ungleich schwerer, aber es geht und m.E. ist es auch die verdammte Pflicht von jedem Einzelnen. Denn, für eure scheiß Stimmung seid ihr doch dafür verantwortlich und nicht wir..." :-P
Wer möchte kann hier die vollen 2:17 min genießen
https://www.youtube.com/watch?v=ErBT1zWG8mQ
have fun
RS
An diesen legendären Wutausbruch von Uli Hoeneß muss ich dabei immer denken. Das lässt sich wunderbar auch immer mal wieder an Mitarbeiter oder Kollegen als kleinen, und vielleicht aber doch etwas ernst gemeinten, Hinweis auf die eigene Kultur und Stimmung, verschicken. ;-)
[Hier erstmal die Kurzversion]:
Und ich muss eins sagen: Da hat er ja grundsätzlich gar nicht so unrecht. Ja, der Fisch stinkt vom Kopf. Und in vielen Unternehmen ist die schlechte Kultur verursacht durch schlechte Führungskräfte. Ganz richtig. Denn die die die Macht haben können ihre Kultur, ihren Narzissmus oder einfach ihre veralteten Generation X Ansichten natürlich recht einfach einfordern oder wie man so schön sagt "erwarten".
Aber (!), nichtsdestotrotz kann jeder in seinem kleinen Verantwortungsbereich und jeder für sich im Kleinen, anfangen diese Welt, diese Kultur zu ändern. Und zwar in dem er/ sie es selbst vorlebt und anfängt von unten eine Kultur zu prägen. Ich geb zu, ungleich schwerer, aber es geht und m.E. ist es auch die verdammte Pflicht von jedem Einzelnen. Denn, für eure scheiß Stimmung seid ihr doch dafür verantwortlich und nicht wir..." :-P
Wer möchte kann hier die vollen 2:17 min genießen
https://www.youtube.com/watch?v=ErBT1zWG8mQ
have fun
RS
Dienstag, 29. März 2016
21 krasse Bürolügen... what!?
Erstellt von:
Roger Sterling
Über folgenden Artikel bin ich heute morgen gestolpert und kann es kaum glauben, dass so was ernst gemeint sein soll. Oder gar echt?! Normalerweise lassen wir uns ja sehr gerne hier auf dem Blog über Management und Führungskräfte aus. Jetzt mal über Mitarbeiter/ Kollegen. Ich befürchte leider, dass einiges davon aber doch wahr ist und es erklärt dann doch viel was so im "Dschungel Büro" so manchmal passiert. Wenn Menschen und damit ja auch Kollegen so denken, dann wundert mich nichts mehr.
"21 krasse Bürolügen, die wirklich jeder sagt."
http://www.buzzfeed.com/annadushime/21-typische-burosatze-und-was-sie-wirklich-bedeuten#.olDqEWQ65R
Hier ein Beispiel, Bild Nr. 1, bei dem sich bei mir direkt die Nackenhaare streuben. Denn da bin ich ja froh, dass Feedback als Instrument so gut verstanden wurde. Verdammt, Feedback ist ein Geschenk. Und zwar jedes Feedback. Aber dazu muss es natürlich auch eine Feedback-Kultur geben und man muss es Mitarbeitern auch mal erklärt haben. Trotzdem hoffe ich, dass das, s.u., keine normale Reaktion sein soll.
Mit dem Kommentar: "Übersetzung: Halt Deine Fresse.
Denken Mitarbeiter so wirklich? Also ich hab ja auch nicht als Führungskraft angefangen, sondern war mal ganz normaler kleiner Mitarbeiter. Das war hoffentlich jeder mal. Und ich kann nur sagen, ich hab nie so gedacht. Never. Und das gilt für (fast) alle der gemachten Aussagen. Die meisten sind einfach nur dumm. Und die 2-3 die lustig sind, sind auch echt total belanglos (Stift, Mittagspause,...).
Es gibt ja so die allgemeine Meinung Mitarbeiter sind grundsätzlich alle erstmal intrinsisch motiviert und haben Bock auf ihren Job und schuld sind ja nur die schlechten Führungskräfte die es nicht schaffen empathisch alles aus jedem raus zu holen. Ich kann zwar einige echte und selbst erlebte Gegenbeispiele liefern, bei denen Mitarbeiter/innen offen auch zugegeben haben, dass sie nur hier sind, weil sie nichts besseres gefunden haben oder weil es gutes Geld gibt, sie der Job aber eigentlich nicht interessiert. Aber das vielleicht mal an einer anderen Stelle. Aber das trifft auch echt nicht auf den Großteil zu, sondern das sind Minderheiten. Und warum schreibt man dann bitte einen Artikel über die "21 krasse Bürolügen, die wirklich jeder sagt". Jeder? Wirklich? Echt, jetzt? WTF? Bitte nicht. :-/
Sollte sich der ein oder andere doch selbst darin entdecken, denkt immer daran: Jeder ist auch selbst für die Kultur (mit)verantwortlich. Schiebt nicht immer alles auf die Führungskräfte.
Und: Jedes Feedback ist ein Geschenk!
"21 krasse Bürolügen, die wirklich jeder sagt."
http://www.buzzfeed.com/annadushime/21-typische-burosatze-und-was-sie-wirklich-bedeuten#.olDqEWQ65R
Hier ein Beispiel, Bild Nr. 1, bei dem sich bei mir direkt die Nackenhaare streuben. Denn da bin ich ja froh, dass Feedback als Instrument so gut verstanden wurde. Verdammt, Feedback ist ein Geschenk. Und zwar jedes Feedback. Aber dazu muss es natürlich auch eine Feedback-Kultur geben und man muss es Mitarbeitern auch mal erklärt haben. Trotzdem hoffe ich, dass das, s.u., keine normale Reaktion sein soll.
Mit dem Kommentar: "Übersetzung: Halt Deine Fresse.
Denken Mitarbeiter so wirklich? Also ich hab ja auch nicht als Führungskraft angefangen, sondern war mal ganz normaler kleiner Mitarbeiter. Das war hoffentlich jeder mal. Und ich kann nur sagen, ich hab nie so gedacht. Never. Und das gilt für (fast) alle der gemachten Aussagen. Die meisten sind einfach nur dumm. Und die 2-3 die lustig sind, sind auch echt total belanglos (Stift, Mittagspause,...).
Es gibt ja so die allgemeine Meinung Mitarbeiter sind grundsätzlich alle erstmal intrinsisch motiviert und haben Bock auf ihren Job und schuld sind ja nur die schlechten Führungskräfte die es nicht schaffen empathisch alles aus jedem raus zu holen. Ich kann zwar einige echte und selbst erlebte Gegenbeispiele liefern, bei denen Mitarbeiter/innen offen auch zugegeben haben, dass sie nur hier sind, weil sie nichts besseres gefunden haben oder weil es gutes Geld gibt, sie der Job aber eigentlich nicht interessiert. Aber das vielleicht mal an einer anderen Stelle. Aber das trifft auch echt nicht auf den Großteil zu, sondern das sind Minderheiten. Und warum schreibt man dann bitte einen Artikel über die "21 krasse Bürolügen, die wirklich jeder sagt". Jeder? Wirklich? Echt, jetzt? WTF? Bitte nicht. :-/
Sollte sich der ein oder andere doch selbst darin entdecken, denkt immer daran: Jeder ist auch selbst für die Kultur (mit)verantwortlich. Schiebt nicht immer alles auf die Führungskräfte.
Und: Jedes Feedback ist ein Geschenk!
Dienstag, 15. März 2016
Einer von uns... oder eben nur ein Schauspieler
Erstellt von:
Niccolò Immanuel Morus
Wie oft hat man den Satz schon gehört:
"So haben die Mitarbeiter (Name eines Top Managers) noch nie erlebt…"
eigentlich auf jeder zweiten Veranstaltung bzw, dem darauffolgenden Bericht.
Und es deutet in der Regel entweder auf eine Verkleidung, oder auf eine „ich bin so locker“-Aktion hin.
Bedeuten soll es in jedem Fall folgendes:
schaut mal, ich mache mich a) zum Affen oder b) versuche so
zu sein wie Ihr.
Ich bin vom meinem Thron gestiegen, bitte akzeptiert mich jetzt mehr, denn ich
bin Euch damit näher gekommen (für dieses eine mal). Diese Geste sollt Ihr bitte würdigen. Außerdem muss diese Aktion reichen, dass alle glauben, ich wäre ja immer so.
Lieber würde ich einen Satz hören wie:
„Wir haben (Name) so erlebt, wie er immer ist.
Integer, nah an den Mitarbeitern. Ja, und er hat es nicht nötig so zu tun, als wäre er ein
normaler Mitarbeiter, sondern er ist einer.“
Lustig zu hören wäre natürlich auch:
"Wir haben (Name) so erlebt wie er immer ist. Arrogant, von oben herunter und cholerisch. Nicht der beste Chef, aber immerhin ehrlich."
So long,
Nicc
Montag, 22. Februar 2016
Montag, 11. Januar 2016
NDA
Erstellt von:
Roger Sterling
Achtung, geheim, nur intern und streng vertraulich. Ohhhh... Schon Angst. Sollten ihr haben. Oder habt ihr einen NDA unterschrieben? Nein, dann bitte die Seite JETZT verlassen. Kleiner Scherz. ;-)
Kennt ihr das aus euren Unternehmen auch? Geheim-Projekte auch "NDA-Projekte" genannt.
Schauen wir mal, was Wikipedia sagt:
"Ein Geheimhaltungsvertrag, auch Geheimhaltungserklärung, Geheimhaltungsvereinbarung, Vertraulichkeitsvereinbarung, Verschwiegenheitsvereinbarung, NDA (Abkürzung für englisch non-disclosure agreement) ... ist ein Vertrag, welcher das Stillschweigen über Verhandlungen, Verhandlungsergebnisse oder vertrauliche Unterlagen festschreibt. Der Verpflichtete stimmt zu, ihm zugänglich gemachte Informationen geheim zu halten. Anders als das Betriebsgeheimnis, welches gesetzlich verankert ist, besteht beim Geheimhaltungsvertrag Vertragsfreiheit."
Ah ha. Klingt plausibel und erstmal nicht nach "Bullshit". Kann ja grundsätzlich Sinn machen sehr geheime Themen noch zusätzlich durch einen NDA zu schützen. Wobei ich mich trotzdem frage, wozu man eigentlich einen Arbeitsvertrag hat. Da steht ja auch drin, dass man keine Firmengeheimnisse verraten darf. Und da Wasser immer seinen Weg weiß ich auch nicht, was ein NDA mehr bringen soll. Aber gut... Erstmal scheint es ne nette Idee zu sein.
Problematisch wird es, wenn sich ein kleiner elitärer Kreis meint dadurch geiler finden zu müssen, weil sie ja Teil der "NDA-Träger" sind. "Ich darf nicht drüber reden...". Was durchaus dazu führen kann, dann man das Gefühl bekommt, manche Projekte bekommen absichtlich einen NDA, damit sie wichtiger wirken. Vermutlich geht es aber weniger um die Geheimhaltung der Themen an sich, sondern viel mehr, dass der Projekt-Owner sich wichtiger fühlt, wenn eine Projekt ein NDA-Projekt ist. Jetzt ist die Frage, was zu erst da war: Die Geheimhaltungsnotwendigkeit des Themas oder das Ego des Projekt-Owners. Bei der inflationären Rate an NDA-Projekte und dem, im Nachhinein feststellbar, schwachen Inhalt, dann doch wohl eher zweiteres. "Willst du etwas gelten, mach dich selten". Also schön immer auf wichtig machen. Ououououou... Ein NDA-Projekt... Ich fang gleich an zu zittern. Aber der Projektleiter muss echt wichtig sein. Ob Gott bei der Erschaffung der Erde den Engeln einen NDA gegeben hat?
Ich hab mal versucht herauszufinden wer eigentlich bestimmen darf, was ein NDA Projekt ist und was nicht. Ob man da irgendwo bei Legal oder Compliance oder HR einen Antrag stellen muss. Ich könnte es nicht herausfinden. Keiner konnte mir das sagen. Hat offenbar aber auch noch nie jemand hinterfragt. Offenbar kann das jeder selbst bestimmen. Schnell nen Wisch geschrieben. Firmenlogo drauf, NDA, genannt und Zawuuussch... Los geht's.
Und dann wird es auch schon spannend. Wenn nämlich das "Geheim-Thema" seine Eigendynamik bekommt. Wenn dann tatsächlich der Deckname, ja ein Geheim Projekt braucht dann natürlich auch einen geheimen Decknamen, durch die Gänge des Unternehmens wandert. Das Projektteam vor lauter Angst Ohren und Nase abgeschnitten zu bekommen sich nicht traut darüber zu reden. Aber dann Hilfe von anderen Teams brauchen, um im Projekt was tun zu können. "Ich bräuchte von dir X für Projekt... Äähhh, darf ich dir nicht sagen... Ähhh, darf ich nicht erklären was genau... Ähhh schick mir mal einfach Y...". Und noch besser wird es dann, wenn die operativen Einheiten gar nicht oder erst so spät eingebunden werden, dass zwar das Projekt total knorke gelaufen ist, aber nicht rechtzeitig gelauncht werden kann, weil natürlich von denen die den Launch machen müssten keiner Bescheid wusste. Hmmm... Also die Geheimhaltung hat dann wenigsten funktioniert.
Apropos Deckname: Ich bin ebenfalls der Überzeugung, dass es ein Team geben muss, nein eine ganze Abteilung, nein was sag ich, ein ganzer Bereich, mit nur AT-Kräften, die sich den ganzen Tag die lustigen Geheim-Projekt-Namen ausdenken. Muss ja auch was her machen so ein NDA Thema. Ich nehm es vorweg... Auch das Team konnte ich noch nicht ausfindig machen. Ich vermute, aufgrund der großen Kreativität, dass das irgendwo im Marketing sein muss. Für irgendwas muss sich das Studium und der Invest in Tommy Hilfiger Klamotten ja gelohnt haben. Das und ganz viele Drogen vermutlich. Sonst kann ich mir die Namen nicht erklären: Save4, Hero, Rocky, Glückstaler, GoGo, Jerry Meguire, Bollywood, Bombay, Adam, Fair Share, NGTx, 1046, etc. pp. You name it.
Also liebes Marketing oder sonstige Selbstdarsteller oder Wahnsinnige: Konzentriert euch lieber mal auf den Inhalt, anstatt auf das Sammeln von NDA-Unterschriften. Heißt Luft wird durch einen fancy Decknamen und einer Geheimhaltungsvereinbarung nicht zu mehr als es ist: Nämlich (zu oft) einfach nur heiße Luft. Und selbst wenn es doch mal sooo wichtig sein sollte: Dann denkt bitte auch an die Menschen die wirklich arbeiten müssen und eure geheimen Geheimergebnisse dann noch !rechtzeitig! umsetzen müssen. Sonst kommt die Realismuskeule doch mal heftig und aus geheim wird zu spät.
Euer 007 Roger Sterling
(Merke gerade ein Pseudonym ist ja auch irgendwie ein geheimer Deckname... Ha Ha...)
Peace
Kennt ihr das aus euren Unternehmen auch? Geheim-Projekte auch "NDA-Projekte" genannt.
Schauen wir mal, was Wikipedia sagt:
"Ein Geheimhaltungsvertrag, auch Geheimhaltungserklärung, Geheimhaltungsvereinbarung, Vertraulichkeitsvereinbarung, Verschwiegenheitsvereinbarung, NDA (Abkürzung für englisch non-disclosure agreement) ... ist ein Vertrag, welcher das Stillschweigen über Verhandlungen, Verhandlungsergebnisse oder vertrauliche Unterlagen festschreibt. Der Verpflichtete stimmt zu, ihm zugänglich gemachte Informationen geheim zu halten. Anders als das Betriebsgeheimnis, welches gesetzlich verankert ist, besteht beim Geheimhaltungsvertrag Vertragsfreiheit."
Ah ha. Klingt plausibel und erstmal nicht nach "Bullshit". Kann ja grundsätzlich Sinn machen sehr geheime Themen noch zusätzlich durch einen NDA zu schützen. Wobei ich mich trotzdem frage, wozu man eigentlich einen Arbeitsvertrag hat. Da steht ja auch drin, dass man keine Firmengeheimnisse verraten darf. Und da Wasser immer seinen Weg weiß ich auch nicht, was ein NDA mehr bringen soll. Aber gut... Erstmal scheint es ne nette Idee zu sein.
Problematisch wird es, wenn sich ein kleiner elitärer Kreis meint dadurch geiler finden zu müssen, weil sie ja Teil der "NDA-Träger" sind. "Ich darf nicht drüber reden...". Was durchaus dazu führen kann, dann man das Gefühl bekommt, manche Projekte bekommen absichtlich einen NDA, damit sie wichtiger wirken. Vermutlich geht es aber weniger um die Geheimhaltung der Themen an sich, sondern viel mehr, dass der Projekt-Owner sich wichtiger fühlt, wenn eine Projekt ein NDA-Projekt ist. Jetzt ist die Frage, was zu erst da war: Die Geheimhaltungsnotwendigkeit des Themas oder das Ego des Projekt-Owners. Bei der inflationären Rate an NDA-Projekte und dem, im Nachhinein feststellbar, schwachen Inhalt, dann doch wohl eher zweiteres. "Willst du etwas gelten, mach dich selten". Also schön immer auf wichtig machen. Ououououou... Ein NDA-Projekt... Ich fang gleich an zu zittern. Aber der Projektleiter muss echt wichtig sein. Ob Gott bei der Erschaffung der Erde den Engeln einen NDA gegeben hat?
Ich hab mal versucht herauszufinden wer eigentlich bestimmen darf, was ein NDA Projekt ist und was nicht. Ob man da irgendwo bei Legal oder Compliance oder HR einen Antrag stellen muss. Ich könnte es nicht herausfinden. Keiner konnte mir das sagen. Hat offenbar aber auch noch nie jemand hinterfragt. Offenbar kann das jeder selbst bestimmen. Schnell nen Wisch geschrieben. Firmenlogo drauf, NDA, genannt und Zawuuussch... Los geht's.
Und dann wird es auch schon spannend. Wenn nämlich das "Geheim-Thema" seine Eigendynamik bekommt. Wenn dann tatsächlich der Deckname, ja ein Geheim Projekt braucht dann natürlich auch einen geheimen Decknamen, durch die Gänge des Unternehmens wandert. Das Projektteam vor lauter Angst Ohren und Nase abgeschnitten zu bekommen sich nicht traut darüber zu reden. Aber dann Hilfe von anderen Teams brauchen, um im Projekt was tun zu können. "Ich bräuchte von dir X für Projekt... Äähhh, darf ich dir nicht sagen... Ähhh, darf ich nicht erklären was genau... Ähhh schick mir mal einfach Y...". Und noch besser wird es dann, wenn die operativen Einheiten gar nicht oder erst so spät eingebunden werden, dass zwar das Projekt total knorke gelaufen ist, aber nicht rechtzeitig gelauncht werden kann, weil natürlich von denen die den Launch machen müssten keiner Bescheid wusste. Hmmm... Also die Geheimhaltung hat dann wenigsten funktioniert.
Apropos Deckname: Ich bin ebenfalls der Überzeugung, dass es ein Team geben muss, nein eine ganze Abteilung, nein was sag ich, ein ganzer Bereich, mit nur AT-Kräften, die sich den ganzen Tag die lustigen Geheim-Projekt-Namen ausdenken. Muss ja auch was her machen so ein NDA Thema. Ich nehm es vorweg... Auch das Team konnte ich noch nicht ausfindig machen. Ich vermute, aufgrund der großen Kreativität, dass das irgendwo im Marketing sein muss. Für irgendwas muss sich das Studium und der Invest in Tommy Hilfiger Klamotten ja gelohnt haben. Das und ganz viele Drogen vermutlich. Sonst kann ich mir die Namen nicht erklären: Save4, Hero, Rocky, Glückstaler, GoGo, Jerry Meguire, Bollywood, Bombay, Adam, Fair Share, NGTx, 1046, etc. pp. You name it.
Also liebes Marketing oder sonstige Selbstdarsteller oder Wahnsinnige: Konzentriert euch lieber mal auf den Inhalt, anstatt auf das Sammeln von NDA-Unterschriften. Heißt Luft wird durch einen fancy Decknamen und einer Geheimhaltungsvereinbarung nicht zu mehr als es ist: Nämlich (zu oft) einfach nur heiße Luft. Und selbst wenn es doch mal sooo wichtig sein sollte: Dann denkt bitte auch an die Menschen die wirklich arbeiten müssen und eure geheimen Geheimergebnisse dann noch !rechtzeitig! umsetzen müssen. Sonst kommt die Realismuskeule doch mal heftig und aus geheim wird zu spät.
Euer 007 Roger Sterling
(Merke gerade ein Pseudonym ist ja auch irgendwie ein geheimer Deckname... Ha Ha...)
Peace
Donnerstag, 10. Dezember 2015
Mad Business
Erstellt von:
Roger Sterling
Den muss ich mir merken: Wombat = „Waste of Money, Brain and Time“. :-P
Guter Artikel. Das Buch hab ich selbst nicht gelesen. Könnte aber durchaus witzig sein. Wobei ich mich tendeziell und gefühlt dem Schlussabsatz anschließen möchte: Bei uns ist das alles noch viel schlimmer. Ich denke je größer der Laden, desto größer die Skurrilitäten. Und die viele der kulturellen Geschwüre sind so abgefahren, dass einem ohne Germanistik- oder Philosophiestudium oft die Worte fehlen, um es treffend genug zu beschreiben. Man verliert zumindest manchmal den Glauben an die Menschheit. Wie sollen wir den Klimawandel bewältigen, wenn wir auf der Arbeit so verhalten?!? Oh... da bekomm ich Angst. Schnell mal wieder lächeln und winken. ;-)
http://www.brandeins.de/archiv/2015/oekonomischer-unsinn/mad-business-vielen-ist-bewusst-dass-sie-teil-eines-laecherlichen-spiels-sind/
have fun!
Guter Artikel. Das Buch hab ich selbst nicht gelesen. Könnte aber durchaus witzig sein. Wobei ich mich tendeziell und gefühlt dem Schlussabsatz anschließen möchte: Bei uns ist das alles noch viel schlimmer. Ich denke je größer der Laden, desto größer die Skurrilitäten. Und die viele der kulturellen Geschwüre sind so abgefahren, dass einem ohne Germanistik- oder Philosophiestudium oft die Worte fehlen, um es treffend genug zu beschreiben. Man verliert zumindest manchmal den Glauben an die Menschheit. Wie sollen wir den Klimawandel bewältigen, wenn wir auf der Arbeit so verhalten?!? Oh... da bekomm ich Angst. Schnell mal wieder lächeln und winken. ;-)
http://www.brandeins.de/archiv/2015/oekonomischer-unsinn/mad-business-vielen-ist-bewusst-dass-sie-teil-eines-laecherlichen-spiels-sind/
have fun!
Freitag, 13. November 2015
Pippi Langstrumpf Syndrom
Erstellt von:
Roger Sterling
2 x 3 macht 4 -
widdewiddewitt und 3 macht 9e !
Ich mach' mir die Welt - widdewidde wie sie mir gefällt ...
Hey - Pippi Langstrumpf hollahi-hollaho-holla-hopsasa
Hey - Pippi Langstrumpf - die macht, was ihr gefällt.
widdewiddewitt und 3 macht 9e !
Ich mach' mir die Welt - widdewidde wie sie mir gefällt ...
Hey - Pippi Langstrumpf hollahi-hollaho-holla-hopsasa
Hey - Pippi Langstrumpf - die macht, was ihr gefällt.
Na, also genau so läuft das doch auch manchmal in der Arbeitswelt. Wir machen uns die Welt, so wie sie uns gefällt. Da wird nicht nur jegliche Logik oder Rationalität ignoriert, Nein, manchmal ist selbst einfach Mathematik "relativ". Besser grob richtig, als detailliert falsch. Anders richtig halt. ;-)
3 x 3 macht 6 - widdewidde Wer will's von mir lernen ?
Alle groß und klein - trallalala lad' ich zu mir ein.
Alle groß und klein - trallalala lad' ich zu mir ein.
Samstag, 7. November 2015
Schwarmdummes System
Erstellt von:
Roger Sterling
In dem Vortrag steckt so viel drin, dass man aus dem schmunzeln gar nicht mehr raus kommt. Ich glaube ich habe tatsächlich jede Anekdote selbst fast genau so schon erlebt. Ich denke ich werde da durchaus einige Extrakte entnehmen und euch auf dem Blog zur Verfügung stellen. Aber überzeugt euch gerne selbst. Es sind gut investierte 56 min! #wilddueck: Danke für diesen gelungenen Vortrag.
btw: Für mich persönlich außerdem auch ein Hauch von Nostalgie. Es gab ja mal eine Zeit als Ingenieur. Jetzt hat GIS eine andere Bedeutung für mich (kleiner Insider).
btw: Für mich persönlich außerdem auch ein Hauch von Nostalgie. Es gab ja mal eine Zeit als Ingenieur. Jetzt hat GIS eine andere Bedeutung für mich (kleiner Insider).
Dienstag, 3. November 2015
eob und sob
Erstellt von:
Roger Sterling
Gefühlt ist die am häufigsten benutzen "Business" Abkürzungen eob. Zumindest als Führungskraft. ;-)
- eob = End Of Business. Was so viel heißt wie: Ist mir egal, wann und wie, hauptsache ich hab das heute noch auf dem Tisch liegen/ im Posteingang. Man könnte auch sagen Deadline. Aber bei Deadline haben alle das Gefühl so was wäre flexibel. Das könnte aber ein eigener Beitrag werden. Und was eob noch ausdrückt ist zwischen den Zeilen auch: Egal wie lange du dafür arbeiten musst.
- sob = Start Of Business. Also quasi spätestens 0800 morgens. Ob man jetzt besser eine eob Deadline setzt oder sob ist eigentlich egal. Der Empfänger schläft i.d.R. nachts ja eh. Von daher hat das Problem ja eigentlich nur derjenige, der den AP hat. Und manchmal sind die Übergänge zw. eob und sob halt auch mal fließend. Lustig wird es, wenn man sich anschaut für was sob noch stehen kann: sob = Son Of a Bitch.
Montag, 26. Oktober 2015
Pink Painting ist das neue Green Washing
Erstellt von:
Roger Sterling
Schreib ich jetzt einen Beitrag über die Frauenquote. Ja, Nein, Vielleicht... wäre das politisch korrekt? Ist überhaupt irgendwas bei dem Thema politisch korrekt? Gefühlt kann man da nur verlieren? Ich bin gespannt auf die nächste Quote. Vllt eine für Ausländer. Mir ist mal mit einem Kollegen (Migrationshintergrund) aufgefallen, dass es in unserem Konzern tatsächlich keinen bis kaum Top Manager mit Migrationshintergrund und/ oder wenigstens mit ausländisch klingendem Namen gibt. Zufall? Rassismus? Verschwörung! Und Behinderte werden meistens ja schon bevorzugt behandelt bei Bewerbungen. Was ist mit behinderten Frauen? Oder ausländischen behinderten Frauen? Wobei selbst bei Raumschiff Enterprise gab es mit Lt. Uhura ja gleich 2 in 1. War das jetzt böse? War das jetzt schon ein Beitrag zur Quote? Nein, doch, ohhh... Und was bringt eigentlich das ganze, wenn die gleichen "Manager" (natürlich männlich) die Jahre lang Frauen benachteiligt haben, nun die Frauenquote propagieren... hmmm... geht's da dann um die Frauen oder um den Erfolg der Unternehmen oder ist das dann einfach politisch korrekt und hilft zufällig der eigenen Karriere. Wie wäre es einfach mal mit dem alten Fußball-Spruch: "Es gibt nicht alt oder jung, sondern nur gut oder schlecht". D.h. also für unser Thema hier: Es gibt nicht Mann oder Frau, sondern nur gut oder schlecht. Oder noch einfacher: Die UN-Menschenrechte: Artikel 2, Artikel 23, ...Ist das so schwierig? Echt jetzt?
btw: Ach ja, nur für den Fall: siehe Artikel 19. ;-)
http://www.zeit.de/kultur/2015-10/frauen-fuehrungspositionen-dax-unternehmen
Ach ja, und weil es so schön ist hier ein musikalischer Beitrag passend zum Text. ;-)
btw: Ach ja, nur für den Fall: siehe Artikel 19. ;-)
http://www.zeit.de/kultur/2015-10/frauen-fuehrungspositionen-dax-unternehmen
Ach ja, und weil es so schön ist hier ein musikalischer Beitrag passend zum Text. ;-)
Freitag, 23. Oktober 2015
dog and pony show
Erstellt von:
Roger Sterling
Kurze Situationsbeschreibung: Umorga. Ein Team wird in einen anderen Bereich umorganisiert. Neuer Bereichsleiter stellt "Kennenlerntermin" ein, um Hallo zu sagen. Team ist in froher Erwartung, weil es in der jüngsten Vergangenheit durch mehrere Umorgas gelaufen ist und keine richtige Bereichsleitung und Zugehörigkeit hatte.
Neuer Leiter fängt den Termin an mit den Worten: "... wir machen da jetzt keine dog and pony show... deshalb lasst mal die Folien stecken... ich will mich mit euren Themen eh nicht belasten... läuft ja alles super bei euch... ich erzähl euch jetzt was über mich...". Und dann folgt ein Vortrag über den kompletten CV des Chefs. Wow. Wie fühlt sich das wohl für das Team an?
Ist echt passiert. Könnte aber auch Stromberg sein. Irgendwie scheine ich ja dann doch naiv zu sein. Man kann sich dann doch nicht vorstellen, dass es so was wirklich gibt. Ich hab klare Vorstellungen, was man mit der "Führungskraft" tun sollte... aber das kann ich hier (politisch korrekt) nicht veröffentlichen. */'(&//$&%§% :-(
Neuer Leiter fängt den Termin an mit den Worten: "... wir machen da jetzt keine dog and pony show... deshalb lasst mal die Folien stecken... ich will mich mit euren Themen eh nicht belasten... läuft ja alles super bei euch... ich erzähl euch jetzt was über mich...". Und dann folgt ein Vortrag über den kompletten CV des Chefs. Wow. Wie fühlt sich das wohl für das Team an?
Ist echt passiert. Könnte aber auch Stromberg sein. Irgendwie scheine ich ja dann doch naiv zu sein. Man kann sich dann doch nicht vorstellen, dass es so was wirklich gibt. Ich hab klare Vorstellungen, was man mit der "Führungskraft" tun sollte... aber das kann ich hier (politisch korrekt) nicht veröffentlichen. */'(&//$&%§% :-(
Dienstag, 20. Oktober 2015
Chef-Sprüche: "Ich sehe meine Kinder auch nur im Urlaub."
Erstellt von:
Roger Sterling
Gleich mehrere Zitate: http://www.spiegel.de/fotostrecke/entlassung-chef-sprueche-fotostrecke-82709.html
Und hier noch einige: http://www.spiegel.de/fotostrecke/phrasendrescher-die-schlimmsten-chef-sprueche-5-fotostrecke-72548-9.html
Aber denkt daran: "Wer noch Kraft hat zu lachen, hat auch noch Kraft zu arbeiten".
have fun
Und hier noch einige: http://www.spiegel.de/fotostrecke/phrasendrescher-die-schlimmsten-chef-sprueche-5-fotostrecke-72548-9.html
Aber denkt daran: "Wer noch Kraft hat zu lachen, hat auch noch Kraft zu arbeiten".
have fun
Donnerstag, 15. Oktober 2015
Als Chef ist man so was wie ein Büroanimateur
Erstellt von:
Roger Sterling
"Kann-Nicht wohnt ja nun meistens in der Will-Nicht-Straße..."
Entertainer mit Schreibtisch... yep, so sieht's aus. So viele Weisheiten in nur 2:12 min.
Auf einen schönen Tag mit euren Teams oder Chefs. :-P
Entertainer mit Schreibtisch... yep, so sieht's aus. So viele Weisheiten in nur 2:12 min.
Auf einen schönen Tag mit euren Teams oder Chefs. :-P
Donnerstag, 8. Oktober 2015
Mär vom Multitasking
Erstellt von:
Roger Sterling
Richtig! So ein Quatsch. Das kann nicht gesund und gut sein. Warum
versuchen es dann eigentlich so viele? Entspannt euch! Also, alles immer
schön der Reihe nach.
http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/arbeitswelt/karrieresprung-die-maer-vom-multitasking-1784110.html
http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/arbeitswelt/karrieresprung-die-maer-vom-multitasking-1784110.html
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